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DIE SAHABI UND IGTIHAD 2. Teil – SALIH MIRZABEYOGLU

Passage aus dem Buch “Die Rolle und die Bedeutung der Sahabi”
Autor: Salih Mirzabeyoglu

2. Teil:

*

Im Verglich zur heutigen Bedeutung des Rechtsgelehrten (Fakih) möchten wir ihre wahre
Bedeutung von Imam-i Gazzali zitieren:
“Wer heute in den Details der Rechtswissenschaft beschlagen ist und sich damit befaßt,
wird Fakih genannt. Jedoch, im ersten Jahrhundert der Hi_ra wurden die Themen der
Rechtswissenschaft wie folgt aufgezählt:

Der Weg zum Jenseits;
Das Wissen über die Eintelheiten der Irreführung des Ich’s;
Das Wissen über die Taten, die sowohl den religiösen Praxis als auch den Glauben eintrachtet;
Die Weltentsagung und das Denken an den Jüngstentag;
Gottesfurcht.

Das Rechtwissenschaft beinhaltete alldiese Themen.
Da zeigt Allah c.c. es im folgenden Vers deutlich:
-”Er wird Fakih, um die Völker, die zum Islam übergetreten sind, zu ermahnen.”
Ermahnen ist nur durch sich selbst möglich; und das ist FIKH. Sonst ist es nicht, daß man
in den religiösen Fragen, so wie Scheidung, Vorauszahlung und Vermietung, beschlagen ist.
Denn die Ermahnung und Fernhaltung ermöglichen diese Fragen nicht. Wenn mann
sich mit diesen befaßt, wir ihre Herzen vom Furcht befreit, wodurch sie in Dunkelheit geraten,
wie wir sie schon gesehen haben… Allah c.c. sagt über diese:
-”Sie haben solche Herzen, durch die sie nichts begreifen ”
Das hier benutzte Verb “lä-yafgahun (Sie befreifen nicht)” bedeutet nicht,
daß sie die Rechts-gutachten nicht begreifen, sondern, daß sie nicht begreifen,
was der Glaube ist. Die Verben fahima und fakaha, die Begreifen beudeuten, sind synonym.
Bei Arabern werden sie sowohl in alten und neuen
Dialekten synonmy benutzt:
-” Dies deshalb, weil es Leute sind, die (keinen Verstand haben) nicht begreifen.”
Da ihr Gottesfurcht mangelhaft ist, und sie die Menschen angreifen, wird ihre Haltung hier al
Mangel am Begreifen betrachtet. Was ist der Grund des Mangels an ihrem Begreifen ?
Deswegen, weil sie in Rechtsgutachten nicht beschlagen sind oder darin nicht beschlagen sind,
was wir erzählt haben? Der Prophet Allahs s.a.v. empfahl den Mitgliedern einer Gemeinde,
die ihn gerade besuchten, nicht die Einzelheiten der Rechtswissenschaft sondern die Fragen
der Ethik, des Glaubens und die der Praxis, zu lernen. Wenn man die Eigenschaften dieser
fragte, sagte er nicht, daß sie gut und anständig sind, sondern, daß sie wissend,
weise sind und die Fähigkeiten des Begreifens besitzen. Jedoch waren sie ja in den Rechtsfragen
nicht beschlagen. Sa’d bin Ibrahim vom Stamm Zühri fragte den Propheten:
-”Welche Stadtbewohner sind Fakih?”
Er Antwortete:
-”Die Stadtbewohner, die Allah c.c. am meisten fürchten.”
Damit wies er auf das Ergebnis der Rechtswissenschaft hin…
Denn das innere Ergebnis der Wissenschaft bilden nicht die Rechtsgutachten (fatva)
sondern Gottesfurcht (takva)…

*

Wir haben schon erwähnt, daß Fakih derjenige ist, der geistige Fähigkeit für Igtihad besitzt.
Im Zitat von Gazzali ist auch zu sehen, wer Fakih ist.
Neben der Einreihung der Sahabi nach ihren Begabungen in Sachen von Igtihad sind
alle Sahabi Fakih; das heißt, daß die Bedeutung von Fakihsein sich in der Bedeutung
der Sahabisein verbirgt.  Jeder Sahabi ist Fakih, aber jeder Fakih ist nicht Sahabi.
Die geistige Fähigkeit für Igtihad ist nicht allgemeingültig. Wenn man diese Punkte
vor Auge hält, unterscheidet Fakih die geistige Fähigkeit für Igtihad Besitzenden von denen,
die diese nicht besitzen. Nach dieser Feinheit, die Fakih von den angehörigen seiner
Rechtsschule unterscheidet, kommen wir zum Thema “FIKH”, das die Grenzen der
Rechtsschulen bestimmt: In die Wirklichkeit einer Sache eindringen…
In einem verborgenen Sinn beschlagen sein oder wissen, über den man Urteile gegeben
werden soll. FIKH bedeutet im allgemeinen so wie erzählt.
Terminologisch bedeutet FIKH die Wissenschaft, die religiöse Praxis,
Strafen und Handlungen behandelt. Das heißt:
Das Rechtswissenschaft im Zusammenhang mit der umfangreichen Bedeutung des
Begriffs “FIKH” bildet ein Teil im Vergleich zum Ganzen. Wir müssen auf die Relation
der Weltanschauung, die den Islam anredet, zu diesem Thema.

*

Die Errettung (Felah) ist nur im Islam.
Felah bedeutet die Aufklärung der Verborgenheit in der Religion.
Allah c.c. sagt daher:
-”Ich erschuf die Menschen, damit sie sich der Dinge und Vorgänge bemächtigen!”
Wenn man die sinnverwandten Bedeutungen von FIKH, die das Eindringen in die
Wirklichkeit einer Sache heißt, und Felah bedenkt, ist es leicht zu verstehen,
daß das islamische Recht und Moslemsein synonym sindd. FIKH als Wissenschaft,
durch die man die islamischen Vorschriften über religiöse Praxis, Strafen, und
Handlungen Bescheid weiß, ist selbst eine Methodologie, deren Prinzipien
auch durch FIKH aufgestellt sind; FIKH beinhaltet alle Wissenschaften, die bezwecken,
auf deren Grundlage einzugehen. Ferner, die Methodologie, die die Beherrschung
der erwähnten Prinzipien mit ihren grund-legenden Beweisen erfordert.
Wie die Unterscheidung zwischen einer Rechtsschule und deren Anhänger,
welche von ihnen an der Herausarbeitung ihrer Prinzipien teilnehmen und
andere nur ihnen imitieren, muß man auch die Methodologisten von FIKH,
die ihre Prinzipien im allgemeinen verwirklicht haben, von denjenigen, die diese
Methodologie nur auswendig wissen, unterscheiden, genauso wie die Beherrschung
islamischen Vorschriften nicht mit dem Glauben identisch ist.

*

Die Beziehung der Sahabi zum Propheten Allah s.a.v. und ihre geistige Fähigkeit
im allgemeinen, die nur zu inen gehören. Die Aufgabe der Erbschaft des Lichtes des
Propheten Allahs s.a.v.
Die Weisheit, die lautet:
Das Stück ist das Signal des Ganzen.
Die Weisheit, die lautet:
Wer ein Hadith weiß, ist so, daß er alle Hadithe wüßte.
Ein Hadith, das alldiese Weisheiten in sich verbirgt:
-”Fatim (die Tochter des Propheten) ist ein Stück von mir.”
Das heißt:
Es ist so ein vollkommenes Stück, das geehrt werden soll, wie ich geehrt werde.
Der Unterschied wäre, daß Fatima als Sperma zu seinem Körper gehört und daher ein Stück
von Ihm ist, und aber, was das göttliche Licht betrifft, ist sie kein Stück sondern
ein Teil von Ihm. Der Teil wird als das Ganze von etwas betrachtet,
das durch das nachher werdende Objekt endeckt wird. Aus der Sich der Wirklichkeit
wir er (der Teil) als das Ganze vorgestellt.
Was der Grund dafür anbelangt, besteht das Licht Allahs c.c. nicht aus den Zerteilbaren.
Da die Orte unterschiedlich sind, wurden sie zerteilt und erscheinen in Teile;
z.B. die Reflektion des Sonnenscheins auf die Fensterscheiben…
Aus diesem Grunde befindet sich alles in allem. Kurz gesagt, das Licht Allahs c.c. ist ganz,
da aber dessen Erscheinung verschiedenartig ist, wird der Begriff “Teil” benutzt, wenn man
davon redet. Dafür dient auch die Form im Mondlich als ein Beispiel; Der Mond wird mit
dem Begriff “Halbmond” nicht aus seinem wenigen Licht, sondern aus Mangel seiner
Erscheinung beschrieben, das er die Sonnenscheine nicht vollständig empfängt.
Es ist klar, daß die Sonnenscheine eins sind, aber die Reflektion dieses Lichtes,
das der Mond empängt, ist wegen der Entfernung in unterschiedlichen Formen zu sehen.
Im Rahmen der Erklärung des erwähnten Hadith wird die Aufgabe
der Erbschaft deutlich begriffen.

*

Die Aufgabe, auf die man eingehen muss, ist wie folgt zu verstehen:
Re’y und Fakih gewinnen wegen Igtihad und Kiyas (Analogie) nicht an Bedeutung sondern
wegen ihrer geistigen Fähigkeit, duch die diese verwirklicht werden, und die als Idee
oder Gefühl in Erscheinung tritt. Das heißt:
Die Sahabi, die durch die Mission des Propheten unmittelbar angesprochen werden,
verwirklicht diese angesprochene Mission, wenn sie über die Fragen, die weder Koran noch
in Sunna zu finden sind, Igtihad machen müssen. Dieses Thema, die angesprochene Mission
erklärt ein Erfordernis für die späteren Generationen, die nach den Sahabi lebten,
die unmittelbar vom Propheten Allahs s.a.v. angesprochen sind und den Weg zur Errettung
repräsentieren, daß es zu sehr wichtig ist, das Irregen der Dummen zu zeigen, die fragen,
ob die Rechtsschulen in der Lebzeit des Propheten vorhanden sind?

*

Die Errettung der Sahabi und der ersten Generation (Tabi’in) ist zweifellos und auch der
ersten Generation fällt die individuelle und gemeinschaftliche Bevorzuhung zu, die die
Sahabi hat. Nach der zweiten Generation (Taba’u’t-’tabi’in) und denjenigen, die sich ihnen
anschließen, verlor die soziale Wirklichkeit der Sahabi an Bedeutung, die alle imstande
waren, Igtihad zu machen, und dagegenhin gewinnt einzelne Bestrebungen (Rechtsschulen)
an Bedeutung. Alldiese verursachten die Bildung der Rechtswissenschaft und der Rechtsschule.
Hier ist die Frage zu beantworten, welche von diesen Bestrebungen führt zum wegen der
Errettung und warum?
Das Wort “Kiyas: Analogie” stammt von “Kiyaset: Verständnis, Intelligent und Wachsamkeit”
Wenn man bedenkt, daß wie lediglich auf die Gründen der Entstehung der Rechtsshulen,
die wir hier voneinander nicht unterscheiden, ob sie wahre oder falsche sind,
im Rahmen der Sahabi und Igtihad hinweisen.

*

Die einzige Voraussetzung für den Gehorsam Allah c.c. gegenüber ist der Gehorsam
dem Propheten gegenüber. Der Gehorsam den Sahabi gegenüber,
die Erbe des Propheten -sowohl innerlich als auch äußerlich- sind,
ist auch die Voraussetzung für den Gehorsam Allah c.c. und seinem Propheten
gegenüber. Die Sahabi, die das Work Allah c.c. unittelbar
vom Propheten Allahs s.a.v. gelernt und uns die Hadithe des Propheten
übermittelt haben und denen es nicht erlaubt ist, einander nachzuahmen,
wo man Urteile abzugeben ist. Hier zeigt sich die ihnen geziemende
Seite von Igtihad, das von ihnen herausgearbeitet ist:
Sie sind diejenigen, die sowohl im innerlichen als auch äußerlichen Sinn unmittelbar
vom Propheten Allahs s.a.v. angesprochen wurden.

*

Das von Sahabi herausgearbeitete Igtihad ist unmittelbar mit dem Maßstab zu verbinden,
der die Verbundenheit mit dem Propheten Allahs s.a.v. erklärt wird.
Das heißt:
Wenn der Prophet Allahs s.a.v. hier wäre, entscheide er genauso. Ihr Igtihad sind mit Sunna
und Hadith identisch; die Unterschiede zwischen ihren Entscheidungen führen natürlich
zur Gnade, woran wir hier erinnern wollen. Wir wollen hier klar stellen, daß
consensus doctorum die soziale Wirklichkeit des Propheten Allahs s.a.v. zeigt und
für die späteren Generationen als Quelle -Beweise und Analogie- dient.

*

Sobald der Glaube an ihn sich vom Gerede ins Wissen verwandelt, wird folgende goldene
Bewertung, die sich auf die Wahrnehmung und Verständnis bezieht, offenbar:
-”Wer ein Hadith weiß, ist so, das er alle Hadithe wüßte!”
Vor allem müssen wir bedenken, daß die erwähnte Bewertung offenbares Bescheidwissen
bedeutet, das aus der Beschreibung und der Position der Sahabi zu ersehen ist.
Das heißt:
das offenbare Bescheidwissen ist anders, als daß man auswendig kennt und sich so ausgibt,
als wüßte man.

1. Teil hier klicken –>

Übersetzung: Cemal Nurioglu

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