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Nach Paris-Angriffe, erster Asyl-Mord in Deutschland

Dienstag, 13.01.2015 – Khaled Idris Bahray, ein 20-jähriger Flüchtling aus Eritrea, wurde am frühen morgen blutüberströmt und tot direkt vor seiner Haustür in Dresden gefunden. Er ist durch mehrere Messerstiche in den Hals- und Brustbereich zu Tode gekommen. Montag, 12. Januar 2015 am tag der PEGIDA Demo verließ Khaled Idris gegen 20 Uhr am Abend seine Unterkunft, die in der Dresdner Innenstadt liegt, um schnell einzukaufen. Sein Mobiltelefon ließ er Zuhause. Er kehrte nie wieder zurück. Da seine Mitbewohner/innen montags aus Angst vor PEGIDA-Demonstrationen ihre Unterkunft kaum verlassen, wissen sie nicht, wann genau der junge Flüchtling umgekommen ist.

Nach Angriff auf “Charlie Hebdo” ist das der erste Mordfall an einem Asylanten in Deutschland.

Der Fakt ist, dass die Polizei nicht von einer Fremdeinwirkung ausgeht. Auch wenn zu diesem Zeitpunkt nicht viele Informationen bekannt sind, erscheint aufgrund der Informationslage sehr bedenklich.

Ein toter, (blutüberströmter?) Flüchtling vor seiner eigenen Haustür: Das riecht nach Mord!

Ist Khaled Idris Bahray von Islam und Ausländerfeindlichen PEGIDA Anhänger in Dresden zum Tode geprügelt worden?.

Khaled Idris’s Mitbewohner seien aus Angst vor der an diesem Abend stattfindenden Pegida-Demonstration nicht aus der Wohnung gegangen, heißt es auch. Demonstranten hätten schon früher gegen die Eingangstür getreten und die Bewohner beschimpft und bedroht.

Der Tod von Khaled Idris Bahray muss lückenlos aufgeklärt werden. PRO ASYL ist zutiefst beunruhigt und alarmiert durch die aktuellen Meldungen aus Dresden. Die Sorge vor einer weiteren Zunahme rassistischer Gewalt ist groß. Wenn Asylsuchende und Flüchtlinge Angst haben, abends ihre Wohnungen zu verlassen, ist dies alarmierend. Wenn flüchtlingsfeindliche Hetze und Gewalt nicht auch durch politische Verantwortungsträger klar zurückgewiesen werden, bestärkt das rassistische Gewalttäter. Tausende Menschen sind in den letzten Tagen und Wochen gegen dieses gesellschaftliche Klima der Angst und Gewalt auf die Straße gegangen und haben sich mit Flüchtlingen solidarisiert. Die Initiative Dresden Nazifrei hat bereits zu einer Mahnwache heute um 14 Uhr am Jorge-Gomondai-Platz in Dresden aufgerufen. Zum Gedenken an Khaled Idris Bahray.

 

ADIMLAR Europa

 

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